„Wenn du das noch einmal machst, gibt es kein Tablet mehr!“ „Ab sofort gibt es Hausarrest!“ „Jetzt reicht’s – das hat Konsequenzen!“
Viele Eltern greifen in stressigen Situationen zu Strafen, weil sie sich hilflos fühlen. Vor allem bei Kindern mit ADHS scheint oft nichts zu helfen – das Verhalten wiederholt sich trotzdem. Warum ist das so? Und was kann man stattdessen tun?
In diesem Beitrag erfährst du, warum klassische Strafen bei ADHS-Kindern oft wirkungslos sind – und welche Wege stattdessen funktionieren.
Kinder mit ADHS haben eine neurologisch bedingte Störung der Impulskontrolle, Aufmerksamkeitssteuerung und Emotionsregulation. Das bedeutet:
Beispiel: Du hast deinem Kind gesagt, dass es beim nächsten Ausflippen kein Fernsehen gibt. Am nächsten Tag passiert es trotzdem. Warum? Weil das ADHS-Gehirn in der akuten Situation nicht mehr abrufen kann, was gestern war. Die Gefühle übernehmen die Kontrolle – nicht der Verstand.
Strafen zielen darauf ab, Verhalten zu kontrollieren – durch Angst, Scham oder Entzug. Doch gerade bei ADHS-Kindern bewirken sie oft das Gegenteil:
ADHS-Kinder brauchen keine härteren Regeln – sie brauchen mehr Beziehung. Frag dich: Was steckt hinter dem Verhalten? Was will mein Kind mir wirklich zeigen?
Ist dein Kind wütend, impulsiv oder laut, braucht es zuerst Hilfe zur Beruhigung – nicht eine Strafe. Erst wenn es wieder ruhig ist, könnt ihr sprechen.
Klare Regeln und nachvollziehbare, faire Konsequenzen helfen mehr als Strafen. Zum Beispiel: „Wenn du Wasser verschüttest, wischen wir es zusammen auf.“
Nach einer schwierigen Situation: Frag liebevoll, was los war. Reflektiert gemeinsam, wie es beim nächsten Mal besser gehen kann.
Statt drohen lieber bestärken. Lobe konkrete Fortschritte. Belohne positive Entwicklungen. So entsteht echte Motivation zur Veränderung.
„Strafe bringt Angst. Beziehung bringt Vertrauen. Und Vertrauen bringt Veränderung.“ – unbekannt
Strafen bringen ADHS-Kinder selten weiter – sie führen oft zu Verunsicherung und innerem Rückzug. Was Kinder wirklich brauchen, ist eine sichere Bindung, liebevolle Begleitung und ein Rahmen, in dem sie lernen dürfen – mit allen Ecken und Kanten.
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