Linus ist zurück aus dem Urlaub
„Mamaaa, sind wir jetzt endlich wieder zu Hause?“ frage ich, als wir aus dem Auto steigen.
„Ja, Linus. Schau, da ist unser Haus“, sagt Mama und lächelt.
Ich renne sofort in mein Zimmer.
Mein Bett! Mein Kissen! Meine Decke!
Alles ist da, wo es hingehört.
Im Urlaub war es ganz anders.
Das Bett war weich, aber fremd.
Das Essen schmeckte komisch.
Und überall waren Stimmen, Musik und Türen, die geknallt haben.
„Zu laut!“, habe ich oft gesagt.
Dann habe ich mir die Hände auf die Ohren gedrückt.
Mama hat mir meinen Lieblingsstein gegeben.
Ich habe ihn in der Tasche gestreichelt.
Das hat mir geholfen.
„War es schön im Urlaub?“ fragt Papa.
Ich denke kurz nach.
„Manchmal schön … aber zu viel!“ sage ich.
Alle lachen ein bisschen. Nicht über mich, sondern weil sie mich verstehen.
Jetzt bin ich glücklich.
Denn mein Zimmer riecht nach meinem Kissen.
Mein Schrank ist an seinem Platz.
Und draußen zwitschern die Vögel – genau so wie immer.
Ich atme tief ein.
„Hier ist es schön“, flüstere ich.



